Quelle: Ipsos (What Worries the World Study, April to June, Online survey, 10.000 respondents),
Allianz Survey (The 3am Report), Data Analysis & Graphics: Allianz SE
Gesundheit und Finanzen teilen sich den Spitzenplatz als die größte persönliche Sorge weltweit. Zukunft folgt mit 35% auf Platz 3. Zusammen spiegeln diese drei Sorgen die emotionale Verfassung einer Welt wider, die mit steigenden Preisen, geopolitischer Instabilität und dem Gefühl kämpft, dass die sozialen Sicherheitsnetze bröckeln.
Doch schaut man genauer auf die Generationen, sieht man einen feinen Unterschied. Für Baby Boomer und Gen X stand Gesundheit immer an erster Stelle. Das gilt jetzt nicht mehr für alle. Millennials (52%) und Gen Z (47%) setzen die persönlichen Finanzen an erster Stelle. Doch das gilt nicht mehr – zumindest nicht für alle. Millenials und die Generation Z setzen inzwischen ihre finanzielle Situation an die erste Stelle. Der Generationswechsel ist vollzogen. Jüngere Menschen liegen nicht mehr nachts wach und sorgen sich um ihren Körper – sie sorgen sich um ihre Bankkonten.
Wenn steigende Kosten das Budget auffressen, schwappt der finanzielle Druck in alle anderen Lebensbereiche über. Wenn man nicht für morgen sparen kann, wird die Zukunft eher von Sorgen als von Hoffnungen und Zielen geprägt. Gesundheit, Finanzen und die Zukunft. Drei Sorgen, verbunden durch einen gemeinsamen Nenner: die Lebenshaltungskosten.
Finanzielle Sorgen stehen im Zentrum dessen, was Menschen nachts wachhält. Und bei den Jüngeren haben sie inzwischen alle anderen Themen überholt. Steigende Lebenshaltungskosten. Ein Gehalt, das nicht weit genug reicht. Eine unerwartete Rechnung, die das Budget aus dem Gleichgewicht bringt. So sieht finanzielle Belastung im Jahr 2026 aus.
Für uns als Allianz ist das Grund genug, die finanzielle Lage der Menschen in diesen Zeiten genauer zu betrachten. Wofür geben sie ihr Geld aus? Wie viel verdienen sie? Können sie überhaupt noch sparen? Und was tun sie, wenn der finanzielle Druck zu groß wird?
Lebensmittel belasten den Geldbeutel am stärksten (77%), gefolgt von den Kosten für ein Dach über dem Kopf (49%). Transport kommt an dritter Stelle (35%). Das ist die globale Reihenfolge, aber nicht überall auf der Welt.
Indonesien bildet eine Ausnahme: Dort stehen Sparen (44%) und Bildung (42%) noch Ausgaben für das Wohnen. Die Türkei erzählt eine andere Geschichte: die Schuldentilgung gehört zu den Top-5-Ausgabenprioritäten. Eine Erinnerung daran, dass die Rechnungen von gestern das heutige Budget belasten.
Die finanzielle Realität wird weltweit von einer fragilen Mitte bestimmt. Die Spitze zieht davon. Das untere Ende bleibt gefangen. Und die Mitte hält den Atem an.
„Die Frage nach der FInanzierbarkeit ist zur zentralen Herausforderung unserer Zeit geworden. Da 71% der Menschen steigende Lebenshaltungskosten als ihre größte Sorge nennen und fast jeder Dritte nicht sparen kann, geht es um Grundbedürfnisse und die Fähigkeit, vorauszuplanen.“, sagt Bernd Heinemann, Chief Strategy, Marketing and Distribution Officer, Allianz SE.
Dr. Robert Grimm, Director Public Affairs, Ipsos Germany ergänzt: „Wir durchleben einen tiefgreifenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel. KI und technologische Innovation schaffen für einige neuen Wohlstand, doch viele Haushalte erleben eine andere Realität: Steigende Kosten, wachsende Sozialabgaben und stagnierende Löhne haben das Wohlstandsgefühl erodiert, während geopolitische Spannungen die Unsicherheit verstärken. Verbraucher werden vorsichtiger: Wer die Mittel hat, stärkt seine Resilienz durch Sparen und Versicherungen; andere kürzen Ausgaben nach ihrem Ermessen. Der wachsende Fokus auf die finanzielle Sicherheit spiegelt die große Unsicherheit der Umwelt wider.“
Man kann die Inflation nicht kontrollieren. Man kann auch nicht den Arbeitsmarkt kontrollieren. Aber man kann kontrollieren, wie gut man die eigenen Finanzen versteht.
Vielleicht hilft ein Blick in die Allianz School for Life – ein kostenloses, praxisorientiertes Angebot zur Finanzbildung, das Menschen dabei hilft, die Kontrolle über ihre eigenen Finanzen zu übernehmen, unabhängig vom Startpunkt.
„Und doch inspiriert uns eine junge Generation, die im Umgang mit Geld immer proaktiver und selbstbewusster wird. Wir hier bei der Allianz sind überzeugt, dass finanzielle Sicherheit kein Privileg weniger sein sollte, deshalb macht die Allianz School for Life Finanzwissen für alle zugänglich.", sagt Bernd Heinemann.