Der Allianz 3am Report 2026 –
Was die Welt nachts wachhält

Es ist 3 Uhr morgens. Du starrst an die Decke, die Augen offen. Irgendetwas nagt an dir, aber was genau? Der Allianz 3am Report hat 10.000 Menschen in zehn Ländern gefragt, was sie am meisten beunruhigt. Die Antwort in 2026: ein Kopf-an-Kopf Rennen.
 Die Infografik zeigt die größten weltweiten Sorgen um 3 Uhr morgens: Gesundheit 48 %, Finanzen 48 %, Zukunft 35 %, Sicherheit 33 %, politischer und gesellschaftlicher Wandel 28 %, Beruf und Karriere 25 %, Umwelt 23 %, Wohnen und Wohnumfeld 22 %, Bildung und persönliche Weiterentwicklung 14 %, Beziehungen 13 %, technologischer Wandel 9 %. Blauer Hintergrund mit grünen (die drei wichtigsten) und weißen Balken.

Quelle: Ipsos (What Worries the World Study, April to June, Online survey, 10.000 respondents),
Allianz Survey (The 3am Report), Data Analysis & Graphics: Allianz SE

Gesundheit und Finanzen teilen sich den Spitzenplatz als die größte persönliche Sorge weltweit. Zukunft folgt mit 35% auf Platz 3. Zusammen spiegeln diese drei Sorgen die emotionale Verfassung einer Welt wider, die mit steigenden Preisen, geopolitischer Instabilität und dem Gefühl kämpft, dass die sozialen Sicherheitsnetze bröckeln.

Doch schaut man genauer auf die Generationen, sieht man einen feinen Unterschied. Für Baby Boomer und Gen X stand Gesundheit immer an erster Stelle. Das gilt jetzt nicht mehr für alle. Millennials (52%) und Gen Z (47%) setzen die persönlichen Finanzen an erster Stelle. Doch das gilt nicht mehr – zumindest nicht für alle. Millenials und die Generation Z setzen inzwischen ihre finanzielle Situation an die erste Stelle. Der Generationswechsel ist vollzogen. Jüngere Menschen liegen nicht mehr nachts wach und sorgen sich um ihren Körper – sie sorgen sich um ihre Bankkonten.

Mehr Details? Tauchen Sie tiefer in die Ergebnisse 2026 ein mit detaillierten Infografiken und dem vollständigen Bericht mit ausführlichen Grafiken:
 

Wenn steigende Kosten das Budget auffressen, schwappt der finanzielle Druck in alle anderen Lebensbereiche über. Wenn man nicht für morgen sparen kann, wird die Zukunft eher von Sorgen als von Hoffnungen und Zielen geprägt. Gesundheit, Finanzen und die Zukunft. Drei Sorgen, verbunden durch einen gemeinsamen Nenner: die Lebenshaltungskosten.

Finanzielle Sorgen stehen im Zentrum dessen, was Menschen nachts wachhält. Und bei den Jüngeren haben sie inzwischen alle anderen Themen überholt. Steigende Lebenshaltungskosten. Ein Gehalt, das nicht weit genug reicht. Eine unerwartete Rechnung, die das Budget aus dem Gleichgewicht bringt. So sieht finanzielle Belastung im Jahr 2026 aus.

Für uns als Allianz ist das Grund genug, die finanzielle Lage der Menschen in diesen Zeiten genauer zu betrachten. Wofür geben sie ihr Geld aus? Wie viel verdienen sie? Können sie überhaupt noch sparen? Und was tun sie, wenn der finanzielle Druck zu groß wird?

Nur einer von 20 ist wirklich finanziell abgesichert. Die große Mehrheit (38%) „kommt gerade so über die Runden“, ohne Sicherheitsnetz, ohne Spielraum. Gen X meldet die höchste finanzielle Belastung, während Baby Boomer die größte finanzielle Stabilität zeigen. In Brasilien und der Türkei kann mehr als ein Drittel der Bevölkerung die Grundbedürfnisse nicht decken. 
Wirtschaftliche Faktoren (37%) und steigende Lebenshaltungskosten (34%) führen die Liste der finanziellen Belastungen überall an. Unerwartete Ausgaben treffen Indonesien am härtesten (52%). Schulden belasten Brasilien und die Türkei schwer. Die Lebensphase erhöht den Druck zusätzlich: Familienpflichten belasten Millennials, Veränderungen im Berufsleben stellen die Gen Z vor Herausforderungen.

Lebensmittel belasten den Geldbeutel am stärksten (77%), gefolgt von den Kosten für ein Dach über dem Kopf (49%). Transport kommt an dritter Stelle (35%). Das ist die globale Reihenfolge, aber nicht überall auf der Welt.

Indonesien bildet eine Ausnahme: Dort stehen Sparen (44%) und Bildung (42%) noch Ausgaben für das Wohnen. Die Türkei erzählt eine andere Geschichte: die Schuldentilgung gehört zu den Top-5-Ausgabenprioritäten. Eine Erinnerung daran, dass die Rechnungen von gestern das heutige Budget belasten.

Fast jeder Dritte weltweit kann überhaupt nicht sparen. Nur 12% legen mehr als 20% ihres Einkommens zurück. Dennoch spart die Gen Z spart aggressiver als die Baby Boomer (14% vs. 8% sparen mehr als 20%). Indonesien führt global mit 39% der Befragten, die 10–20% des Einkommens sparen. Brasilien steht unter dem größten Druck: 40% der Brasilianer können überhaupt nichts sparen. 
Ausgaben kürzen, das ist die Reaktion der Menschen auf die Unsicherheit. Das Kürzen von Ausgaben ist weltweit die Priorität in Sachen Finanzen (34%). Man verzichtet auf das zweite große Familienessen, man tauscht die Lieblingssnacks der Kinder gegen Eigenmarken. Kleine, tägliche Opfer am Küchentisch, die sich zu einem massiven Wandel im Konsumverhalten summieren.
Die Gen Z weicht davon ab: Nur 28% konzentrieren sich auf Kostensenkung vs. 38% bei Gen X. Sie verteilen ihre Energie stattdessen: sie bauen Notfallreserven auf und stellen sicher, dass sie ihre Investitionen streuen.
Die Welt neigt zum Pessimismus: 35% sehen ihre finanzielle Zukunft düster, während 32% hoffnungsvoll bleiben. Gen Z ist die optimistischste Generation (42% positiv). Gen X zweifelt am meisten (40% negativ). Der Wohnort prägt die Zukunftsperspektive, jedoch stärker als das Geburtsjahr: In Indonesien fühlen sich 60% optimistisch bezogen auf ihre finanziellen Zukunft, in Frankreich nur 17%. Dieselbe Generation. Dieselbe Welt. Völlig unterschiedliches Vertrauen in die Zukunft.

Die finanzielle Realität wird weltweit von einer fragilen Mitte bestimmt. Die Spitze zieht davon. Das untere Ende bleibt gefangen. Und die Mitte hält den Atem an.

„Die Frage nach der FInanzierbarkeit ist zur zentralen Herausforderung unserer Zeit geworden. Da 71% der Menschen steigende Lebenshaltungskosten als ihre größte Sorge nennen und fast jeder Dritte nicht sparen kann, geht es um Grundbedürfnisse und die Fähigkeit, vorauszuplanen.“, sagt  Bernd Heinemann, Chief Strategy, Marketing and Distribution Officer, Allianz SE.

Dr. Robert Grimm, Director Public Affairs, Ipsos Germany ergänzt: „Wir durchleben einen tiefgreifenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel. KI und technologische Innovation schaffen für einige neuen Wohlstand, doch viele Haushalte erleben eine andere Realität: Steigende Kosten, wachsende Sozialabgaben und stagnierende Löhne haben das Wohlstandsgefühl erodiert, während geopolitische Spannungen die Unsicherheit verstärken. Verbraucher werden vorsichtiger: Wer die Mittel hat, stärkt seine Resilienz durch Sparen und Versicherungen; andere kürzen Ausgaben nach ihrem Ermessen. Der wachsende Fokus auf die finanzielle Sicherheit spiegelt die große Unsicherheit der Umwelt wider.“

Portrait of Bernd Heinemann
Bernd Heinemann
Chief Strategy, Marketing and Distribution Officer, Allianz SE

Man kann die Inflation nicht kontrollieren. Man kann auch nicht den Arbeitsmarkt kontrollieren. Aber man kann kontrollieren, wie gut man die eigenen Finanzen versteht.

Vielleicht hilft ein Blick in die  Allianz School for Life – ein kostenloses, praxisorientiertes Angebot zur Finanzbildung, das Menschen dabei hilft, die Kontrolle über ihre eigenen Finanzen zu übernehmen, unabhängig vom Startpunkt.

„Und doch inspiriert uns eine junge Generation, die im Umgang mit Geld immer proaktiver und selbstbewusster wird. Wir hier bei der Allianz sind überzeugt, dass finanzielle Sicherheit kein Privileg weniger sein sollte, deshalb macht die Allianz School for Life Finanzwissen für alle zugänglich.", sagt Bernd Heinemann.

10.000 Menschen in zehn Ländern: Australien, Brasilien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Indonesien, Italien, Spanien, die Schweiz und die Türkei. Sie wurden zu ihren persönlichen Sorgen und ihre finanzielle Situation über die Ipsos-Studie „What worries the World“ von April bis Juni 2026 befragt.
Der Allianz 3am Report ist eine jährliche, weltweite Studie, die untersucht, was Menschen nachts wach hält. Die Ausgabe in 2026 zeigt, dass Gesundheit und Finanzen als gemeinsame Nummer eins der persönlichen Sorgen gleichauf liegen (beide 48%), gefolgt von der Sorge um die Zukunft (35%). Die diesjährige detaillierte Vertiefung rund um persönliche Finanzen, zeigt, wie Menschen mit Geld umgehen, mit steigenden Kosten zurechtkommen und sparen - oder damit kämpfen- in zehn Ländern und vier Generationen.
Beide erreichen 48% weltweit. Beim Generationenvergleich zeigt sich jedoch eine deutliche Verschiebung: Für Babyboomer und Gen X stand Gesundheit immer an erster Stelle. Für Millenials sind das jetzt Finanzen mit 52% und Gen Z folgt mit 47%. Jüngere Menschen liegen nicht mehr wegen ihrer Gesundheit wach, sondern sorgen sich um ihre Bankkonten.
Globale Krisen stehen mit 47% an der Spitze, ein Anstieg um 5 Prozentpunkte seit September 2025. Allgemeine Unsicherheit über die eigene Zukunft folgt mit 43%, und die Zukunft der Kinder oder Familie mit 42%. Berufliche und finanzielle Stabilität liegt weltweit bei 42% , bei der Gen Z steigt der Wert jedoch auf 50%. Sorgen um die Umwelt fielen um 3 Punkte auf 32%. Die Zukunftssorgen der Welt werden wirtschaftlicher und geopolitischer und weniger umweltbezogen.
Gen X. Sie melden die höchste finanzielle Belastung (34% in Schwierigkeiten) und den pessimistischsten Ausblick (40% negativ). Steigende Lebenshaltungskosten belasten sie mit 73%. Zwischen alternden Eltern und heranwachsenden Kindern eingeklemmt steht die Gen X unter Druck von allen Seiten.
Ja. 14% der Gen Z sparen mehr als 20% ihres Einkommens, fast das Doppelte der Baby Boomer (8%). Gen Z verfolgt auch den balancierstesten Ansatz bei finanzieller Unsicherheit: Nur 28% setzen auf Kostensenkung (vs. 38% bei Gen X), während sie aktiver Notfallfonds aufbauen und Investitionen streuen. Mit wenig zu starten, lässt sie besonders sorgfältiger planen. 
Deutschland verbindet hohe Finanzsorgen mit hoher struktureller Besorgnis. 43% der Deutschen sorgen sich um ihre persönlichen Finanzen insgesamt. Deutschland ist aber auch das einzige Land weltweit, in dem politischer und sozialer Wandel die persönliche Sorge Nr. 1 ist (50%). Finanzielle und politische Sorgen sind hier eng miteinander verknüpft. Ein Ausdruck des demografischen Wandels, der Rentendebatte und der geopolitischen Unsicherheit.
Australien. 62% der Australier nennen Wohnen als zweitwichtige Ausgabekategorie, der höchste Wert weltweit. Millennials spüren die Wohnkosten generationsübergreifend am stärksten: 54% nennen Wohnen an zweiter Stelle.
In der Türkei hat sich der finanzielle Druck von Stress zu Überlebensfragen verschoben. Die Sorge um die Lebenshaltungskosten liegt bei 67%, unzureichendes Einkommen bei 64%. Die Tilgung von Schulden ist weltweit das einzigste Mal in den Top 5 der typischen Ausgaben. Die Veränderungen der Schuldenhöhe gehören zu den wichtigsten Treibern finanzieller Veränderung (29%). Und: Nur 23% sind optimistisch bezüglich ihrer finanziellen Zukunft. Das ist einer der niedrigste Wert aller befragten Länder. Wo Brasilien unter Druck Hoffnung findet, sieht die Türkei keine Erleichterung für die Zukunft. 
Die Ergebnisse des letzten Jahres verpasst?
Kein Problem, schauen Sie sich den 3am Report 2025 hier an.
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