Der Allianz Konzern ist einer der weltweit führenden Versicherer und Vermögensverwalter, aktiv in fast 70 Ländern, mit rund 97 Millionen Kundinnen und Kunden*. Unsere Versicherungskunden nutzen ein breites Angebot von der Sach-, Lebens- und Krankenversicherung über Assistance-Dienstleistungen und Kreditversicherung bis hin zur Industrieversicherung. Bereits zum siebten Mal in Folge wurde Allianz im Interbrand Ranking ‚Best Global Brands 2025' als weltweit führende Versicherungsmarke ausgezeichnet. Dieser Erfolg basiert auf einer technologiegestützten Kundenfokussierung – mit dem Ziel, unseren Kundinnen und Kunden Sicherheit, Schutz und Prävention zu bieten und die Resilienz von Menschen, Gemeinschaften und Gesellschaften zu stärken. Wir sind einer der weltweit größten Investoren und betreuen im Auftrag unserer Versicherungskunden ein Investmentportfolio von etwa 764 Milliarden Euro**. Zudem verwalten unsere Asset Manager PIMCO und Allianz Global Investors etwa 2,0 Billionen Euro** für Dritte. Dank unserer systematischen Integration von ökologischen und sozialen Kriterien in unseren Geschäftsprozessen und Investitionsentscheidungen haben wir ein ‚AAA‘ ESG Rating von MSCI (Stand: März 2026). 2025 erwirtschafteten unsere 156.000 motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Konzern einen Umsatz von 186,9 Milliarden Euro und erzielten ein operatives Ergebnis von 17,4 Milliarden Euro.
die Möglichkeiten der KI nutzen
Reden wir immer noch über KI
als Werkzeug der Zukunft? Nicht ganz.
„Die Unterstützung durch elektronische Datenverarbeitung war bei der Allianz schon immer von entscheidender Bedeutung“, sagt Barbara Karuth-Zelle und spielt damit auf die durch KI und Datenanalyse unterstützten Prozesse in der Versicherungsbranche an. „Der Einsatz von KI ist im gesamten Unternehmen und in der gesamten Wertschöpfungskette der Versicherung präsent. Wir setzen intelligente Chatbots in der Kundeninteraktion ein, z. B. um Kundenanfragen zu beantworten, und binden KI-Tools in den Underwriting-Prozess ein, um Risiken genauer zu bewerten und zu kalkulieren. Wir nutzen sie auch, um Back-Office-Abläufe und das Schadenmanagement zu vereinfachen und zu beschleunigen. KI ermöglicht hier eine sofortige Weiterleitung an Partnerwerkstätten, anstatt dass Kunden viel Zeit und Kraft aufwenden, um einen Werkstatttermin zu vereinbaren. Dies führt zu einer höheren Kundenzufriedenheit.“
In unserem Beitrag gehen wir näher darauf ein, was Barbara Karuth-Zelle und Lucie Bakker im Interview mit dem Spiegel zu den Anwendungsmöglichkeiten von KI in der Versicherung gesagt haben. Wir konzentrieren uns dabei auf die bestehenden KI-Tools bei der Allianz und was sie für Mitarbeiter und/oder Kunden bedeuten.
Beginnen wir mit dem Offensichtlichen: Wie unterstützt eine KI-Lösung Kunden und Mitarbeiter im „Moment der Wahrheit“, d.h. wenn man nach einen Schaden Hilfe benötigt? Lucie Bakker erklärte dem Spiegel, wie die Allianz Kfz-Schäden mit der KI-gestützten CE-App abwickelt. Die von der Allianz-eigenen Firma Control Expert entwickelte App ermöglicht es Kunden, Fotos von ihrem beschädigten Auto zu machen und sofort ein Regulierungsangebot zu erhalten. Alles, was sie tun müssen, ist ein Foto der beschädigten Teile zu machen; mittels KI wird die Schadenhöhe ermittelt, der Kunde erhält sofort Informationen/Gutachten zur Schadenhöhe und bekommt eine direkte Zahlung angeboten. Der gesamte Prozess ist in wenigen Minuten abgeschlossen und führt zu unmittelbaren Ergebnissen für den Kunden. „Wir konzentrieren uns zu 100 Prozent auf die Kundenzufriedenheit. Das ist der Hauptantrieb für unsere Strategie.''
Eine Strategie, die einiges im Schadenmanagement verändert, erklärt Lucie Bakker. „KI hilft uns dabei, einen stärker vorausschauenden und präventiven Ansatz zu verfolgen. Wir entwickeln uns von einem Versicherer, der Risiken aus der Rückspiegelperspektive analysiert und Schäden zahlt, zu einer Organisation, die Kunden hilft, Risiken zu mindern und Verluste im Hinblick auf Naturkatastrophen und ähnliche Ereignisse zu vermeiden.“
Ein Beispiel dafür ist das KI-basierte SMS-Tool Unwetterwarnung. Wie funktioniert es? Eine KI beurteilt aufgrund verfügbarer Kundendaten (in Übereinstimmung mit den Datenschutzbestimmungen) und Wettermustern den jeweiligen Impact am Unwetterort hinsichtlich tatsächlicher Schäden und der subjektiven Wahrnehmung der Warnempfänger – und entscheidet dann, ob eine Benachrichtigung sinnvoll ist oder nicht. So sorgt das Tool dafür, dass Kunden aktiv Schäden vermeiden können und der Schadenaufwand geringer wird.
Dies sind nur einige der Tools, die die Allianz heute anbietet und die für jedermann zugänglich sind – aber das ist noch nicht alles. „Wir beobachten ständig Technologien und Trends und erforschen neue Wege, um nützliche KI-Lösungen in unseren Arbeitsalltag zu integrieren. Denken Sie nur an die Möglichkeiten von KI am Arbeitsplatz: ChatGTP ist ein Tool, das schriftliche Inhalte durch Lernen aus vorhandenen Daten erstellt und weiterhin weltweit die Schlagzeilen beherrscht. Wir untersuchen derzeit weltweit etwa 60 Anwendungsfälle für generative KI, darunter auch eine interne Version von ChatGTP. Wir ermutigen alle unsere Mitarbeiter, zu experimentieren, zu lernen und zu sehen, wie sie diese neue Technologie für ihre Arbeit nutzen können", sagt Barbara Karuth-Zelle. „KI-gestützte Tools verändern bereits jetzt unsere Arbeitsweise und werden dies auch in den kommenden Jahren tun. Durch den effektiven Einsatz dieser Tools werden wir unsere Effizienz und Produktivität steigern und dadurch unsere Dienstleistungen und das Kundenerlebnis verbessern. Deshalb wollen wir KI-Lösungen auf breiter Basis zur Verfügung stellen und gleichzeitig das richtige Gleichgewicht bei der Interaktion mit Menschen wahren, denn schließlich ist Versicherung ein Geschäft mit Menschen.“
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Über die Allianz
* Die Kundenanzahl spiegelt nur die Allianz Kundinnen und Kunden in konsolidierten Unternehmen wider, die zum Umfang der Kundenberichtserstattung gehören.
** Stand: 31. Dezember 2025.