Allianz Risk Barometer 2026:

Cyber und KI als größte Unternehmensrisiken

Cybervorfälle sorgten 2025 für zahlreiche Schlagzeilen und sind laut dem Allianz Risk Barometer auch 2026 weltweit die größte Sorge für Unternehmen. Das vergangene Jahr war zudem ein bedeutendes Jahr für die beschleunigte Einführung von Künstlicher Intelligenz (KI), was sich in ihrem Ranking als größter Aufsteiger der jährlichen Umfrage auf Platz 2 widerspiegelt.

Neben den enormen Chancen verändert das transformative Potenzial und die rasante Entwicklung und Verbreitung von KI auch die Risikolandschaft, wodurch sie neben anderen etablierten Bedrohungen weltweit zu einem herausragenden Thema für Unternehmen jeder Größe wird. Dennoch glaubt fast die Hälfte der Befragten, dass KI ihrer Branche mehr Vorteile als Risiken bringt. Ein Fünftel ist gegenteiliger Meinung, während der Rest glaubt, dass das Urteil noch aussteht.

Zum ersten Mal überhaupt gehören Betriebsunterbrechungen nicht mehr zu den beiden größten Risiken, sondern fallen auf Platz 3 zurück. Dennoch bleibt dieses Risiko ein bedeutendes Thema, da sie häufig eine Folge anderer Risiken in den globalen Top 10 sind.

Im Jahr 2026 sind Cybervorfälle zum fünften Mal in Folge das weltweit größte Risiko, mit dem höchsten jemals erreichten Wert (42% der Antworten) und mit einem größeren Vorsprung als je zuvor (+10%). Sie stehen in jeder Region der Welt (Amerika, Asien-Pazifik, Europa sowie Afrika und Naher Osten) an erster Stelle. Die anhaltende Spitzenplatzierung im Allianz Risk Barometer spiegelt die zunehmende Abhängigkeit von digitaler Technologie in einer Zeit wider, in der sich die Cyberbedrohungslandschaft sowie das geopolitische und regulatorische Umfeld rasch verändern.

Die Investitionen großer Unternehmen in Cybersicherheit und Resilienz haben sich ausgezahlt und sorgen dafür, dass sie Angriffe frühzeitig erkennen und darauf reagieren können. Allerdings entwickeln sich Cyberrisiken ständig weiter. Unternehmen sind zunehmend auf Drittanbieter für kritische Daten und Dienste angewiesen, während KI die Bedrohungen verstärkt, die Angriffsfläche vergrößert und bestehende Schwachstellen noch verschärft. Kleine und mittelgroße Firmen geraten vor allem aufgrund fehlender Ressourcen für Cybersicherheit zunehmend ins Visier von Kriminellen und stehen unter massivem Druck.

KI ist in die Spitzengruppe der globalen Unternehmensrisiken aufgestiegen und liegt 2026 auf Platz 2 (32%) gegenüber Platz 10 im Vorjahr. Dies ist der größte Sprung in der diesjährigen Rangliste. Sie ist in allen Regionen ein wichtiger Faktor – auf Platz 2 in Amerika, im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Afrika und im Nahen Osten und auf Platz 3 in Europa – und stellt auch für Unternehmen jeder Größe ein wachsendes Risiko dar. Sie ist bei großen, mittleren und kleinen Unternehmen unter die Top 3 vorgerückt. Da die Einführung von KI immer schneller voranschreitet und die Technologie immer tiefer in das Kerngeschäft eingebettet wird, erwarten die Befragten eine Zunahme der KI-bezogenen Risiken, insbesondere im Hinblick auf Haftungsfragen. Die rasante Verbreitung generativer KI-Systeme in Verbindung mit ihrer zunehmenden Nutzung in der Praxis hat das Bewusstsein dafür geschärft, wie stark Unternehmen diesen Risiken ausgesetzt sind.

Viele Allianz Risk Barometer Befragte sehen KI zunehmend nicht nur als eine leistungsstarke strategische Chance, sondern auch als eine komplexe Quelle für operative, rechtliche und Reputationsrisiken. In vielen Fällen schreitet die Einführung schneller voran, als Governance, Regulierung und Unternehmenskultur mithalten können. 2026 werden immer mehr Unternehmen versuchen, den Einsatz von KI auszuweiten. Sie werden sich vermehrt mit Problemen hinsichtlich der Systemzuverlässigkeit, Datenqualität, Integrationshürden und dem Mangel an qualifizierten Fachkräften konfrontiert sehen. Gleichzeitig entstehen neue Haftungsrisiken im Zusammenhang mit automatisierten Entscheidungsprozessen, voreingenommenen oder diskriminierenden Modellen, dem Missbrauch geistigen Eigentums und der Ungewissheit darüber, wer haftet, wenn durch KI generierte Ergebnisse Schaden verursachen.

2025 markierte einen Wandel hin zu protektionistischer Handelspolitik und Handelskriegen, die die Weltwirtschaft verunsicherten. Es war auch ein Jahr regionaler Konflikte im Nahen Osten und des weiterhin tobenden Krieges in der Ukraine. Grenzstreitigkeiten zwischen Indien und Pakistan, zwischen Thailand und Kambodscha und Bürgerkriege in Afrika kamen hinzu – ein Trend, der sich 2026 mit der US-Intervention in Venezuela fortsetzt. Geopolitische Risiken setzen Lieferketten zunehmend unter Druck, doch trotz steigender Risiken schätzen nur drei Prozent der Befragten des Allianz Risk Barometers ihre Lieferketten als „sehr resilient“ ein. Allein im vergangenen Jahr haben sich die Handelsbeschränkungen verdreifacht und betreffen Waren im Wert von schätzungsweise 2,7 Billionen US-Dollar – fast 20 Prozent der weltweiten Importe laut Allianz Trade. Dies veranlasst Unternehmen, Trends wie Friendshoring und Regionalisierung zu verfolgen. Diese Entwicklungen führen zu einer hohen Risikowahrnehmung: 29 Prozent der Befragten stufen Betriebsunterbrechungen als größte Gefahr ein. Das ist Platz 3 im Ranking gegenüber Platz 2 im Vorjahr.

Angesichts der aktuellen geopolitischen Situation, überrascht es nicht, dass politische Risiken und Gewalt um zwei Plätze auf Rang 7 klettern – die höchste Platzierung seit dem Bestehen des Risk Barometers. Das eng damit verbundene Risiko von Gesetzes- und Regulierungsänderungen – einschließlich Handelszöllen – belegt weltweit Platz 4. Der Wert blieb im Vergleich zum Vorjahr unverändert, jedoch stieg die Prozentzahl der Befragten, was auf die Sorge vor zunehmendem Protektionismus zurückzuführen ist. Tatsächlich halten 51 Prozent der Befragten eine Lähmung der globalen Lieferketten aufgrund eines geopolitischen Konflikts für das wahrscheinlichste „black-swan“-Szenario, das in den nächsten fünf Jahren eintreten könnte.

Da Risiken komplexer und vernetzter werden, können integrierte Resilienzstrategien dazu beitragen, die Auswirkungen zu mindern. Unternehmen müssen jetzt vorausschauende Ansätze zur Risikomanagement entwickeln, einschließlich dynamischer Horizontscans, Szenariomodellierung und rigoroser Stresstests. Eine integrierte Resilienzstrategie kann auch helfen, unbeabsichtigte Folgen zu vermeiden, wenn Unternehmen ihre Abläufe und Lieferketten als Reaktion auf geopolitische Risiken und Nachhaltigkeitsbedenken anpassen. KI wird ebenfalls eine Rolle dabei spielen, Unternehmen bei der Anpassung an die sich verändernde Risikolandschaft zu unterstützen.

Download des Allianz Risk Barometer.

Mit 16 Jahren habe ich an einer Autobahnraststätte südlich von München gearbeitet, um für mein Motorrad und meinen Führerschein zu sparen. Nach dieser Erfahrung habe ich Autobahnraststätten jahrelang gemieden – sagen wir einfach, ich habe mehr als genug Kaffee und Bratwurst für mein ganzes Leben gehabt!
Der beste Rat, den ich jemals erhalten habe, ist eigentlich eine Kombination aus drei Dingen, die sowohl meine Arbeit als auch mein Leben geprägt haben: Erstens: „Nimm dich selbst nicht zu ernst.“ Das Leben – und das Geschäft – sind viel angenehmer, wenn man über sich selbst lachen kann und sich nicht über Kleinigkeiten aufregt. Zweitens: „Hab Spaß bei der Arbeit und in deinem Privatleben.“ Ich versuche, einen Sinn für Humor und Leichtigkeit in alles zu bringen, was ich tue. Und drittens: „Umgebe dich mit Menschen, von denen du lernen kannst.“ Ich bin fest davon überzeugt, dass die besten Teams aus Personen bestehen, die sich gegenseitig herausfordern und inspirieren. Einige meiner wertvollsten Lektionen habe ich von Kollegen, Freunden und sogar manchmal von Konkurrenten gelernt.
Robby Naish, ohne Zweifel. Ich bin seit meiner Kindheit ein leidenschaftlicher Windsurfer und habe sogar meine eigenen Surfbretter im Keller gebaut. Nach der Schule bin ich nach Hawaii geflogen, um zu sehen, ob ich dort „hängen bleibe“ (Spoiler: Ich bin zurückgekommen, aber nur fast!). Während Robby für sein Windsurfen legendär ist – er gewann seine erste Weltmeisterschaft mit nur 13 Jahren – fasziniert mich noch mehr, wie er sich ständig neu erfunden hat. Robby ist nicht nur ein Pionier im Windsurfen, sondern auch im Kitesurfen, Stand-Up-Paddling und sogar unternehmerisch, indem er seine eigene erfolgreiche Wassersportmarke aufgebaut hat. Er ist ein wahrer Innovator, immer neugierig, immer Grenzen überschreitend und niemals ängstlich, etwas Neues auszuprobieren.
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Der Allianz Konzern ist einer der weltweit führenden Versicherer und Vermögensverwalter, aktiv in fast 70 Ländern, mit rund 97 Millionen Kundinnen und Kunden*. Versicherungskunden der Allianz nutzen ein breites Angebot von der Sach-, Lebens- und Krankenversicherung über Assistance-Dienstleistungen und Kreditversicherung bis hin zur Industrieversicherung. Die Allianz ist einer der weltweit größten Investoren und betreut im Auftrag ihrer Versicherungskunden ein Investmentportfolio von etwa 764 Milliarden Euro**. Zudem verwalten unsere Asset Manager PIMCO und Allianz Global Investors etwa 2,0 Billionen Euro** für Dritte. Mit unserer systematischen Integration von ökologischen und sozialen Kriterien in unsere Geschäftsprozesse und Investitionsentscheidungen sind wir unter den führenden Versicherern im Dow Jones Sustainability Index. 2025 erwirtschafteten über 156.000 Mitarbeiter für den Konzern einen Umsatz von 186,9 Milliarden Euro und erzielten ein operatives Ergebnis von 17,4 Milliarden Euro.

* Die Kundenanzahl spiegelt nur die Allianz Kundinnen und Kunden in konsolidierten Unternehmen wider, die zum Umfang der Kundenberichtserstattung gehören.

** Stand: 31. Dezember 2025.

Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen: